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Start Standort

Der Cheisacherturm liegt in einer Landschaft, die es in sich hat. Sie gehört zum Aargauer Tafeljura, der im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung enthalten ist (BLN-Objekt 1108).

geografische Lage Cheisacher

Eckdaten zum Turmstandort:

Höhe über Meer: 698, 4 Meter

Höhe der obersten Turmplattform:  722,2 Meter

Koordinaten: 650'990 / 264'388



Wenn Sie den Cheisacher kennen lernen möchten, dann empfehlen wir Ihnen, das zu Fuss zu tun, denn so können Sie die Landschaft am besten geniessen. Besonders reizvoll ist der Zugang über den Fricktaler Höhenweg entweder von der Ampfernhöhe (zwischen Mönthal und Sulz gelegen) oder vom Bürensteig (zwischen Gansingen und Remigen gelegen) aus. Laden Sie unseren Prospekt zum Fricktaler Höhenweg herunter, dort finden Sie viel Wissenswertes über die Wegstrecke und über die Region.

Prospekt Fricktaler Höhenweg

Prospekt (PDF, 3.4 MB)

Eine Übersicht über die Wanderwege, die von verschiedenen Ausgangspunkten zum Cheisacherturm führen, finden Sie auf einer Karte, die wir für Sie zusammengestellt haben (Wanderwege, PDF, 1.52 MB).

Es sind vor allem folgende Gründe, die zur Aufnahme des Aargauer Tafeljuras ins Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung geführt haben:


  • Für den Tafeljura geologisch einmalige Landschaft (Überschiebung);

  • wertvolle Lebensräume mit Trockenwiesen und –weiden, Pfeifengras-Föhrenwälder, Orchideen-Föhrenwälder, Orchideen-Buchenwälder, Orchideenbestände;

  • grosses, zusammenhängendes Waldgebiet mit grossem Erholungspotential;

  • Elemente der alten, traditionellen Kulturlandschaft und kleinräumiges Lebensraummosaik;

  • intakte historische Dorfbilder;

  • besondere Werte und Elemente der Landschaft.

Diese Punkte seien nachfolgend noch etwas näher ausgeführt:

Landschaftsbild

Der Aargauer Tafeljura ist eine offene, wellige Wiesen-, Acker- und Obstgartenlandschaft auf weichen Gesteinsschichten. Nördlich daran schliesst der praktisch vollständig bewaldete Muschelkalkzug Egghalde – Wisstannenchopf an. Eine Front aus hartem Rogenstein grenzt das offene Gebiet im Süden ab. Diese Front und die südlich daran anschliessenden, leicht nach Südosten geneigten Tafelflächen sind weitgehend von Wald bedeckt.

Landschaftsgestalt

Zentral sind die Mandacher und Mettauer Störung: Die Mandacher Überschiebung tritt als Rogensteinfront Frickberg – Schinberg – Cheisacher – Bürerhorn – Hottwilerhorn, die Mettauer Überschiebung als Muschelkalkzug Egghalden – Wisstannenchopf deutlich in Erscheinung. Es handelt sich um die einzigen geologischen Überschiebungen im Tafeljura. Entsprechend der speziellen Untergrundverhältnisse unterscheidet sich das Gebiet massgeblich vom übrigen Tafeljura. Letztere sind jeweils durch Brüche geprägt, welche mehrheitlich in Nord-Süd-Richtung verlaufen.

Lebensräume und Lebensgemeinschaften und ihre Vernetzung

Innerhalb des Aargauer Tafeljuras befinden sich überdurchschnittlich viele und intakte Lebensräume und -gemeinschaften wie diverse Trockenwiesen und –weiden, Pfeifengras-Föhrenwälder, Orchideen-Föhrenwälder und Orchideen-Buchenwälder. Deren Qualität und Quantität sind auch für Juraverhältnisse besonders hoch. Zudem zählen die Orchideenbestände in den drei Föhrenwaldgebieten Nätteberg, Hessenberg und Bürersteig zu den vielfältigsten und individuenreichsten im Schweizer Jura.

Foto eines lichten Föhrenwaldes


Kulturlandschaft

Von den insgesamt zwölf Dörfern bzw. Dorfsiedlungen innerhalb des Aargauer Tafeljuras sind sechs Objekte ins ISOS-Inventar (nationale Bedeutung) aufgenommen.

Foto von Hornussen

 

Die Landschaft zeichnet sich an zahlreichen Stellen durch ein kleinräumiges Nebeneinander verschiedener Nutzungsformen aus: Kleine Rebberge, Obstgärten, Hecken, Wiesen und Äcker. Dazu kommen Föhrenwälder auf ehemaligen Mergelgewinnungsflächen. Auf Grund der traditionellen Landnutzung finden sich im Aargauer Tafeljura heute noch kleinflächige Lebensraummosaike aus Offenlandbiotopen in enger Verzahnung mit Wäldern.

Der Nordteil des BLN-Objekts wurde auf Grund der erhalten gebliebenen Elemente der traditionellen Kulturlandschaft als nationales Pilotgebiet für den ökologischen Ausgleich in der Landwirtschaft ausgewählt. Die Region nimmt damit eine Pionierrolle in der Entwicklung der Schweizer Agrarpolitik ein, welche bis heute in der Landschaft gut sichtbar ist.

Im Gelände gut sichtbar ist die Römerstrasse bei Effingen, die ehemals viel begangene Strasse war die wichtigste Verbindung zwischen Gallien und Rätien. Sie ist im IVS-Inventar aufgenommen.

Landschaftserlebnis

Der Aargauer Tafeljura ist ein dünn besiedeltes, grossflächiges und sehr ruhiges Gebiet welchem auf Grund seiner Lage zwischen den Agglomerationen Zürich und Basel und seiner landschaftlichen Qualitäten (Ruhe und Einsamkeit) eine grosse Bedeutung zukommt als Erholungsgebiet im dicht besiedelten Schweizer Mittelland. Die überdurchschnittliche Dichte der ökologischen Ausgleichsflächen und der verschiedenen Flächennutzungen trägt zudem zum hohen Erlebniswert der Landschaft bei.

 



 
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